№ 19

Die Grenzen journalistischer Objektivität

 

NB. Nach längerer Funkstille habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle auch mehr meine Arbeit zu begleiten. Einerseits weil sie Zeit frisst und mir das Nachdenken beim Selbstverorten hilft, andererseits schadet es auch nicht, das Gelernte, Aufgefallene, Zugetragene oder zufällig Mitgenommene noch weiter zu tragen, um es zu verfestigen oder zu besprechen.

 

 

Nichts steht für immer fest

Etwas hat sich verschoben oder besser, es wurde aufgekündigt, was lange Zeit stillschweigende Übereinkunft in der bundesrepublikanischen Nachkriegspresse war: Möglichst ausgewogen, nüchtern und sachlich zu berichten und die Meinungsbildung und Wertung entweder dem Leser selbst zu überlassen oder in den Kommentarteil zu verschieben. Das verstanden viele Journalisten, aber auch ihre Leser unter einer objektiven Berichterstattung. Ein Begriff, der sie klar von Tendenzliteratur oder Propagandaschriften trennen sollte und der etwas vorgaukelt, was es, genau besehen, nicht geben kann. Continue reading „№ 19“