№ 15

Read More

Saubermänner vom Mars

Eine Provinzposse, die Krimi, Kritik und groteske Komik vereint, ist Michael Fehrs „Simeliberg“: Mit seinem zweiten Buch unterläuft der junge Berner Autor erneut tradierte Erwartungen an das Erzählen genau wie das Selbstbild der Schweizer Eidgenossen.
Das Vexierspiel beginnt bereits mit dem Titel: Der verweist auf ein weniger prominentes Märchen der Gebrüder Grimm. Wie die Felsenhöhle von Ali Baba öffnet der „Simeliberg“ sich und seine Schätze nur auf eine Zauberformel hin. Wer diese jedoch dort aus reiner Gier ausspricht, dem wird er zum Verhängnis. Dieser Berg kostet zuweilen den Kopf. Was Fehr aus dieser Folie macht, hat auf den ersten Blick nur wenig damit gemein. Obwohl er die Leser direkt ins Abwegige, Abschüssige und Randständige der Schweizer Alpen zieht. Dort ist ein Gemeindeverwalter namens Griese auf dem Weg zu einem alten „Landmann“, der Schwarz heißt. Der Bauer steht im Verdacht, seine Frau umgebracht zu haben. Continue reading „№ 15“