№ 2

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NB. Dieses fortlaufende Journal handelt von Kunst und deren Kritik.

„Kunst“ wird hierbei grob als das Spiel mit der Möglichkeit verstanden, mit der Welt in einer Beziehung zu sein.

Ganz gleich, ob sich dieses nun in Wort, Bild, Ton, Gestalt, in anderen Medien und/ oder sinnstiftenden Verfahren vollzieht. Sich spielerisch in diese zu stellen, gibt letztlich einen Raum frei für das, was ich (mit J. S. Mill) ein „Lebensformexperiment“ nennen will.

Ungewohnte Praktiken – exzentrische, exzeptionelle oder originelle – bieten allerdings nur eine Anregung, einen Hinweis auf das je eigene Experiment: die sich einem jedem von uns stellende Aufgabe einer eigenen Lebensführung.

Getting Nowhere Fast verzichtet daher auf Vollständigkeit oder eine Objektivität, die es diesem Verständnis nach gar nicht geben kann, sondern versteht sich als betont subjektive Auswahl.

Wenn ich werte, geht es nicht um eine letztgültige Kategorisierung oder Kanonisierung, sondern um ein simples Zurechtfinden.

Ich glaube, die Zukunft digitaler wie gedruckter Kritik wird in einer klugen, weil begründeten Auswahl liegen. Die inmitten eines Wirrwarrs aus Zeichen und Text und Lärm auf das hinweist, was zu lesen, zu sehen, zu hören und zu erfahren noch lohnt. Und die selbst vor dem Mittelmäßigen nicht zurückschreckt, wenn sich an diesem etwas besser aufzeigen lässt, als das x-te Loblied auf ein sehr gutes Buch oder einen äußerst gelungen Film beizusteuern.

Die Zukunft für guten Journalismus ist diese Nische. Ich glaube an diese.

 

 

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