№ 19

Die Grenzen journalistischer Objektivität

 

NB. Nach längerer Funkstille habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle auch mehr meine Arbeit zu begleiten. Einerseits weil sie Zeit frisst und mir das Nachdenken beim Selbstverorten hilft, andererseits schadet es auch nicht, das Gelernte, Aufgefallene, Zugetragene oder zufällig Mitgenommene noch weiter zu tragen, um es zu verfestigen oder zu besprechen.

 

 

Nichts steht für immer fest

Etwas hat sich verschoben oder besser, es wurde aufgekündigt, was lange Zeit stillschweigende Übereinkunft in der bundesrepublikanischen Nachkriegspresse war: Möglichst ausgewogen, nüchtern und sachlich zu berichten und die Meinungsbildung und Wertung entweder dem Leser selbst zu überlassen oder in den Kommentarteil zu verschieben. Das verstanden viele Journalisten, aber auch ihre Leser unter einer objektiven Berichterstattung. Ein Begriff, der sie klar von Tendenzliteratur oder Propagandaschriften trennen sollte und der etwas vorgaukelt, was es, genau besehen, nicht geben kann. Continue reading „№ 19“

№ 18

Read More

Anna und Arthur halten noch immer das Maul

Um die Aktion nicht an staatlichen Repressionsmaßnahmen verdorren zu lassen, legt ein Autor_innenkollektiv seinen Ratgeber für die linke Praxis jenseits des Parlaments erneut auf.
„Wege durch die Wüste“ ist die dritte Überarbeitung des 1989 erstmals erschienenen Ratgebers. Verfasst wurde es von einem nicht näher benannten Redaktionsteam, das sich – so die Information des Klappentextes – bundesweit in unabhängigen Antirepressionsgruppen einsetzt. Getilgt wurde in dieser Neuausgabe das alte Vorwort, sodass in der neuen Einleitung leider übersehen wurde, die „Wüste“, die auch der Titel zeigt, konkret zu benennen. Schnell wird klar, dass es sich dabei um die anschließend oft bemühten Akte der Repression handelt. Der metaphorische Schluss von einem versandeten Rad, wie es das Cover zeigt, auf bundesrepublikanische Verhältnisse liegt nicht eben nah. Continue reading „№ 18“